Aktionskunst

PROJECT DESCRIPTION

21 Tage hintereinander lief Heinz Kaspar für die Kunst täglich jeweils mehr als einen Marathon quer durch Deutschland.

Seinen schon ab dem dritten Tag eigentlich unfähigen Körper zwang er mit seiner beispiellosen geistigen Energie gnadenlos immer wieder neu aus dem Bett und auf die Strecke. Als Künstler macht er, was sich kein Leistungssportler im Entferntesten zutraut.
Freiwillig durch die Hölle.

Ob viele begriffen haben, warum Heinz Kasper sich 1994 dieser martialischen Tortur unterworfen hat, und 21 Tage hintereinander täglich jeweils mehr als einen Marathon quer durch Deutschland lief? Seinen schon ab dem dritten Tag eigentlich unfähigen Körper mit seiner beispiellosen geistigen Energie gnadenlos immer wieder neu aus dem Bett und auf die Strecke zwang? Als Künstler etwas macht, was sich kein Leistungssportler im Entferntesten zutrauen würde?
Für dieses Projekt „Jeder Meter für die Kunst“, diesen höllischen 1-Millionen-Meter-Lauf, hat Kasper komplette zwei Jahre seines Lebens geopfert. Von der Bewältigung aller administrativen und organisatorischen Hürden im Vorfeld über das einjährige Training bis hin zur abschließenden Wanderausstellung. Warum das ganze Martyrium?
Kurz gesagt: Kasper lief, um die Kunst und Kulturentwicklung einer Gesellschaft vor den Planungsbürokraten zu retten. Um weitere Etatkürzungen der Kulturverwalter in diesem Land vorzubeugen, wollte er eine Volksbewegung starten und die Gesellschaft zur Mitsprache animieren. Denn eine Gesellschaft, so Kasper, habe das Recht und die Verpflichtung, für die Entwicklung ihrer Kultur selbst und innovativ einzutreten.

PROJECT DETAILS

  • Date : 21. September 2015
  • Tags : Aktionskunst